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	<title>deutsch - Eva Strehler</title>
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	<description>freiheit. menschen. geschichten.</description>
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		<title>Zwischen Abschied und Aufbruch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Castor89]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2025 15:36:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Umzug]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/11/Schnecke-150x150.avif" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Schnecke überwindet Abgrund" decoding="async" /><p>Gerade habe ich meine Wohnung gekündigt, ich werde nach Großbritannien ziehen. Nicht wirklich weit und gar nicht so anders. Obwohl wahrscheinlich viel mehr anders ist, als ich ahne. Orte, Menschen, Jobs sind wie Magnete – sie können abstoßen und anziehen. Wer umzieht, will zu etwas hin oder von etwas weg. Will etwas gewinnen oder etwas...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/11/Schnecke-150x150.avif" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Schnecke überwindet Abgrund" decoding="async" /><p>Gerade habe ich meine Wohnung gekündigt, ich werde nach Großbritannien ziehen. Nicht wirklich weit und gar nicht so anders. Obwohl wahrscheinlich viel mehr anders ist, als ich ahne.</p>
<p>Orte, Menschen, Jobs sind wie Magnete – sie können abstoßen und anziehen. Wer umzieht, will zu etwas hin oder von etwas weg. Will etwas gewinnen oder etwas loslassen, in etwas hineinwachsen oder sich aus etwas befreien, das nicht mehr passt.</p>
<p>Ich bin schon dutzende Male umgezogen, doch noch nie kamen beide Seiten so sehr zusammen wie jetzt. Ich will weg aus Kiel und ich will nach England – ich will beides gleichermaßen und unabhängig voneinander.</p>
<h3>Weg von hier …</h3>
<p>Vierzehn Jahre habe ich in Kiel gelebt (wer Neumünster kennt, wird mir nachsehen, dass ich die zwei Jahre dort unterschlage). Doch ohne Polly ist die Stadt für mich keine Heimat mehr. Sie ist ein Ort, der »auch schöne Ecken hat«.</p>
<p>Auch meine Wohnung ist kein Zuhause mehr. Seit meiner Rückkehr aus dem Iran konnte ich dort kaum sein, kaum atmen. Überall ist Polly nicht.</p>
<p>Ich wünschte, ich wäre aus Kiel herausgewachsen. Stattdessen ist es wie der kuschelige Lieblingspullover, den man falsch gewaschen hat. Er ist kratzig geworden, hat sein Wohlgefühl verloren. Man versucht trotzdem, ihn zu tragen und merkt, dass er auch eingelaufen ist. Man kann ihn kaum schnell genug ausziehen, um gegen das Kratzen anzukratzen.</p>
<p>Es wurde besser, als ich mit dem Packen begonnen habe. Seit ich die Wohnung auflöse, ist alles wieder stimmig. »Trauer ist Liebe, die heimatlos geworden ist«, habe ich auf einer Karte gelesen. In diesen Umbruchzeiten, in dieser Zwischenzeit zwischen Alt und Neu, passen außen und innen zusammen.</p>
<h3>… und dahin.</h3>
<p>Wie soll ich den Ort, an den ich ziehe, nur beschreiben? Er liegt im südenglischen Nationalpark New Forest, und es ist schwer zu glauben, dass es eine so schöne Region wirklich gibt. Geschweige denn, dass dort jemand leben darf.</p>
<p>Vor fast zwei Jahren war ich zum ersten Mal dort, inzwischen einige Male – ich habe versucht, <a title="&quot;Ohne Worte - über das plötzliche Gefühl von Heimat&quot;" href="https://eva-strehler.com/ohne-wort-%e2%80%92-ueber-das-ploetzliche-gefuehl-von-heimat/" target="_blank" rel="noopener">mein Gefühl für diesen Ort</a> einzufangen.</p>
<h3>Sicher?!</h3>
<p>Natürlich ist mir auch ein bisschen mulmig. Wird alles gutgehen? Werde ich genug Geld verdienen? Werde ich auch nicht einsam sein?</p>
<p>Das werde ich sehen. Tief in mir bin ich sicher, dass es gut wird. Ich will in diesem Haus leben, das dort seit 1786 steht. Ich will es mit meiner Schwiegermutter und meinem Mann Bill pflegen und in die Zukunft bringen – ebenso wie das große Grundstück, das dazugehört. Ich will Teil seiner Geschichte werden. Ich will weiter reisen und schreiben – und weiter Geld damit verdienen. Und ich will weiter mit Hunden zu tun haben – auf welche Weise auch immer.</p>
<p>In so ein Leben kann man gut hineinwachsen – ich kann es kaum erwarten 🙂</p>
<p><iframe title="A Snail Bridging A Gap" width="563" height="1000" src="https://www.youtube.com/embed/NUKq4CpHoys?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p><p>The post <a href="https://eva-strehler.com/zwischen-abschied-und-aufbruch/">Zwischen Abschied und Aufbruch</a> first appeared on <a href="https://eva-strehler.com">Eva Strehler</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>NL +++ Georgien +++ Geburtstag +++ Wenn sich mal wieder gar nichts tut +++</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Castor89]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 13:29:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Georgien]]></category>
		<category><![CDATA[german]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/v535batch2-mynt-31-Kopie-e1762187563890-150x115.avif" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="weiße Kreise auf blauem Grund" decoding="async" /><p>Ihr Lieben (ich muss das Newsletter-Programm noch aufsetzen, mit dem ihr individuell angesprochen werdet UND Bilder habt – alles ist im Fluss, ohm…), hier ist der neue Newsletter! Ich hab mich riesig gefreut, dass der erste so gut bei euch ankam. Danke für die vielen guten Rückmeldungen, obwohl – oder gerade weil – es nicht...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/v535batch2-mynt-31-Kopie-e1762187563890-150x115.avif" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="weiße Kreise auf blauem Grund" decoding="async" /><p>Ihr Lieben<br />
(ich muss das Newsletter-Programm noch aufsetzen, mit dem ihr individuell angesprochen werdet UND Bilder habt – alles ist im Fluss, ohm…),</p>
<p>hier ist der neue Newsletter! Ich hab mich riesig gefreut, dass der erste so gut bei euch ankam. Danke für die vielen guten Rückmeldungen, obwohl – oder gerade weil – es nicht nur leichte Themen waren. Schön, dass eine solche Mischung möglich ist.</p>
<h2><strong>Reisen</strong></h2>
<h3><strong>(Reise-) Traum: Immer wieder Georgien</strong></h3>
<div></div>
<p>Auf die Frage nach euren großen (Reise-) Träumen kam als Antwort oft »Georgien«.</p>
<p>Das kann ich soooo gut verstehen – mir geht es ebenso. Die Landschaften müssen grandios sein, die Menschen einzigartig, das Essen oberlecker.</p>
<div>
<figure id="attachment_3031" aria-describedby="caption-attachment-3031" style="width: 904px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/Historical-places-Georgia-Kazbegi.avif"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-3031" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/Historical-places-Georgia-Kazbegi.avif" alt="Gergeti Trinity Church, Kazbegi, Georgia." width="904" height="678" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/Historical-places-Georgia-Kazbegi.avif 904w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/Historical-places-Georgia-Kazbegi-300x225.avif 300w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/Historical-places-Georgia-Kazbegi-768x576.avif 768w" sizes="(max-width: 904px) 100vw, 904px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3031" class="wp-caption-text">https://www.journalofnomads.com/backpacking-in-georgia-travel-guide/</figcaption></figure>
</div>
<div>
<p>Hinzu kommt bei mir das Gefühl, dass ich meinen Hintern dorthin bewegen sollte, solange es noch möglich ist – irgendwann wird Putin da sein. Ist das eine Art präventiver Katastrophentourismus? Voyerismus am Rande eines fremden Abgrunds, von dem aus wir wieder in die sichere Heimat reisen können?</p>
<p>Vielleicht spielt es eine Rolle. Vor allem aber stimme ich <a href="jupitalia.com" target="_blank" rel="noopener">Ted Simon</a>, Motorradlegende und wunderbarer Mensch zu, wenn er sagt, dass wir (Motorrad-)Reisenden auch Botschafter und Berichterstatter sind:</p>
<div>
<blockquote><p><em>Individual explorers have a great role to play in comprehending what is going on in the world, and communicating their observations. These personal observations, to my mind, are at least as useful as any media reporting that’s done these days.</em></p></blockquote>
</div>
<p>Zurück zu Georgien: Wer einen Vorgeschmack auf dieses Land möchte, sollte nach dem Reisevortrag »Georgien« von Bruno Pilliteri und seinen <a href="aufspur.com" target="_blank" rel="noopener">AufSpur</a>-Jungs Ausschau halten. Wer solange nicht warten will, kann im November im <a href="https://cali-kulturbahnhof.de/eventkalender/" target="_blank" rel="noopener">Cali Kulturbahnhof</a> in den Himalaya, nach Norwegen oder mit Bruno und seinen Jungs nach Kirgisistan touren – jeder Vortrag lohnt sich!!!</p>
<h3><strong>Happy Birthday to Me!</strong></h3>
<div></div>
<p>In diesen Tagen werde ich 50 – der absolute Wahnsinn. So alt wird doch keiner!? Ach ja, die unschuldigen Gedanken aller unter Dreißigjährigen …</p>
<p>Es gibt Menschen, die feiern ihre Geburtstage nicht gern, manche wollen nicht einmal Glückwünsche bekommen. Das kann natürlich jeder halten, wie er will – ich finde meine Geburtstage toll. Sie lassen mich innehalten und auf das zurückschauen, was ich geschafft, er- und überlebt habe. Ich bin noch da.</p>
<p>Und ich bin nicht nur 50, ich habe auch 50 (na gut, 49), wie es die Franzosen sagen. All die Jahre sind mein, ich kann mich an so vielem freuen, aus vielem schöpfen, auf so vieles stolz sein. Klar, manches war auch zum Kotzen ̶ aber auch das habe ich. Ich bin daran gewachsen und habe etwas daraus gemacht. Wenn das kein Grund zum Feiern ist – happy birthday to me!</p>
<h4><strong>Geburtstagsaktion I  ̶  bitte gebt</strong></h4>
<p>Einige von euch wissen, dass Polly im Iran geblieben ist. Ich weiß, dass sie clever und im Herzen sowieso ein Straßenhund ist – trotzdem mache ich mir im Moment noch mehr Gedanken um sie.</p>
<p>In islamischen Ländern haben Hunde ohnehin einen schweren Stand (nicht, weil der Koran das sagt, sondern weil Arschloch-Schriftgelehrte ihn so auslegen). Seit einigen Monaten gibt es großflächige Vergiftungsaktionen, und Tierschützer holen so viele Hunde wie möglich von der Straße – und können sich damit sogar strafbar machen.</p>
<p>Ich unterstütze eines dieser Tierheime, das <a href="vafashelter.com/vafa-animal-shelter" target="_blank" rel="noopener">Vafa Shelter</a>. Wenn euch das Thema. Wenn ihr mögt, macht mit 🙂</p>
</div>
<div>
<h4><strong>Geburtstagsaktion II  ̶  bitte nehmt</strong></h4>
<div></div>
<p>Weil ich mich nicht wie 50 fühle, sondern nur halb so alt (hatte gerade zwei Kaffee), gibt es für euch Newsletter-Leser 25 Exemplare meines USA-Buches »Hin und weg – als Motorradvagabundin durch die USA« zum halben Preis, also 10 Euro (zzgl. Versand). Auf Wunsch natürlich gern mit Widmung 🙂</p>
<p>Schreibt mir einfach eine email mit eurer Adresse!</p>
<h2><strong>Projekte</strong></h2>
<h3><strong>Was für die Ohren?</strong></h3>
<div></div>
<p>Aktuell denke ich darüber nach, meine Bücher auch als Audiobooks anzubieten – ab und zu kamen schon mal Nachfragen. Wenn ich dann lese, dass sie in den USA der am stärksten wachsende Teil des Büchermarkts sind, wird es natürlich richtig interessant.</p>
<p>Es gibt verschiedene Möglichkeiten:</p>
<ol>
<li>Selbst lesen. Vorteil: günstig. Nachteile: Es dauert. Ich bin keine ausgebildete Sprecherin, und schlechte Hörbuchsprecher sind furchtbar.</li>
<li>Lesen lassen. Vorteil: Profi am Werk. Nachteile: Es dauert und ist a…teuer.</li>
<li>Eine AI-Stimme nutzen Vorteile: günstig und schnell. Nachteil: Ist halt ’ne AI-Stimme.</li>
<li>Mit Voice-Clone arbeiten. Ich liefere eine gute Probe meiner Stimme, aus der dann das Hörbuch generiert wird. Vorteil: Es wäre meine Stimme, es ginge schnell, z.T. wird auch die Produktion übernommen.</li>
</ol>
<p>Wenn ich das so lese, scheint alles auf Nr. 4 hinauszulaufen.</p>
<p>Was denkt ihr zu dem Thema? Wäre es euch egal, wenn eine AI euch vorlesen würde?</p>
<h2><strong>Das restliche Leben</strong></h2>
<h3><strong>Vom Hoffen und Warten  ̶  und was Spiralen damit zu tun haben</strong></h3>
<p>Neben den Umzugsvorbereitungen – meine Wohnung wird leerer und leerer – bestimmt natürlich meine Pflegehündin Marta einen großen Teil meiner Tage.</p>
<p>Seit dem 7. September ist sie bei mir; einige von euch haben ihre Fortschritte auf Facebook verfolgt. Vom absoluten verängstigten Hund, den ich über Wochen nicht berühren konnte und der die Welt außerhalb meiner Wohnung gar nicht kennenlernen wollte, hat sie sich zu einer neugierigen (wenn auch noch immer vorsichtigen) jungen Dame entwickelt, die die Welt in sich hineinschnüffelt und ab und zu sogar eine Massage genießt.</p>
<p>Während ich sie in den Wochen dazwischen gefühlte Ewigkeiten im Arm hielt, weil die Wiese unter ihren Füßen ihr Angst machte, oder etwas später ebenso lange neben ihr stand, weil das Gras jetzt okay war, aber der Mut für eigene Schritte noch fehlte, habe ich viel über Warten und Hoffen nachgedacht.</p>
<p>Ich wollte Marta nicht in Fortschritte hineinzwingen (oder mit Leckerli hineinlocken), zu denen sie noch nicht bereit war. Ich habe darauf gehofft, dass sie, innerlich und für mich meist unsichtbar, an ihren nächsten Schritt heranwächst.</p>
</div>
<div></div>
<div><a href="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/20251026_120948-Kopie.avif"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3035" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/20251026_120948-Kopie.avif" alt="Marta im Herbstlaub" width="1681" height="1126" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/20251026_120948-Kopie.avif 1681w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/20251026_120948-Kopie-300x201.avif 300w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/20251026_120948-Kopie-1024x686.avif 1024w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/20251026_120948-Kopie-768x514.avif 768w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/20251026_120948-Kopie-1536x1029.avif 1536w" sizes="(max-width: 1681px) 100vw, 1681px" /></a></div>
<div>
<div></div>
<p>Warten ist die kleine Schwester von Hoffen – beim Warten weiß man, dass etwas passieren wird. Es gilt, die Wartezeit möglichst elegant zu gestalten. Hofft man auf etwas, hat man keine Garantie dafür, dass es passiert. Mit Pech sieht man nicht einmal eventuelle Zwischenschritte. Und mit ganz großem Pech passiert wenig oder gar nichts.</p>
<p>So war es auch bei Marta – ich konnte nur hoffen. Vor allem darauf, dass mein Ansatz richtig war, schließlich habe ich keine Ausbildung im Umgang mit Hunden.</p>
<p>»Wir drehen uns im Kreis«, dachte ich oft, wenn ich sie wieder einmal ins Haus trug, nachdem sie nur zitternd im Grün gestanden hatte. Obwohl – schon der Kreis wäre ein Fortschritt gewesen …</p>
<div><a href="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/v535batch2-mynt-31-Kopie.avif"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3038" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/v535batch2-mynt-31-Kopie.avif" alt="weiße Kreise auf blauem Grund" width="2000" height="2000" /></a></div>
<p>Was mir geholfen hat, war der Gedanke (nicht von mir, aber trotzdem gut 😉 ), dass etwas, das wie ein Kreis aussieht, sich als Spirale entpuppen kann. Man muss nur die Perspektive wechseln und ahnt plötzlich, dass Rund für Rund eine Entwicklung stattfindet.</p>
</div>
<div></div>
<div><a href="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/2525409.avif"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3033" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/10/2525409.avif" alt="Spiral, golden" width="2000" height="2000" /></a></div>
<div>
<div></div>
<p>Und tatsächlich: Jetzt geht Madame auch mal im Kreis – zum Beispiel, wenn sie den kleinen Picasso umrundet, den sie richtig toll findet.</p>
<p>Morgen treffe ich jemanden, der Interesse daran hat, Marta zu adoptieren – ich hoffe, er erweist sich als ihrer würdig.</p>
<p>Ich freu mich auf euer Feedback und wünsche euch einen wundervoll kuschligen Herbstsonntag!</p>
</div>
<p>Eva</p>
<div></div><p>The post <a href="https://eva-strehler.com/nl-georgien-geburtstag-wenn-sich-mal-wieder-gar-nichts-tut/">NL +++ Georgien +++ Geburtstag +++ Wenn sich mal wieder gar nichts tut +++</a> first appeared on <a href="https://eva-strehler.com">Eva Strehler</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Allein reisen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Castor89]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2025 21:39:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[reisen]]></category>
		<category><![CDATA[allein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/064__Uebernachtungen-unterwegs-1-Kopie-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Friedhof mit Zelt, Blue Ridge Parkway, USA" decoding="async" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/064__Uebernachtungen-unterwegs-1-Kopie-150x150.jpg 150w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/064__Uebernachtungen-unterwegs-1-Kopie-60x60.jpg 60w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>„Du bist so mutig!“</p>
<p>Nope. Zumindest nicht, was das Alleinreisen angeht. Mut gibt es nur mit Angst – wenn ich vor dem Alleinreisen keine Angst habe, brauche ich dazu keinen Mut. Ich müsste all meinen Mut aufbringen, um mit anderen auf Tour zu gehen: weil ich weiß, wieviel Spontaneität ich brauche, wie wenig Geduld ich mit anderen habe und wie wenig Wörter vor dem dritten Kaffee.</p>
<p>The post <a href="https://eva-strehler.com/allein-reisen/">Allein reisen</a> first appeared on <a href="https://eva-strehler.com">Eva Strehler</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/064__Uebernachtungen-unterwegs-1-Kopie-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Friedhof mit Zelt, Blue Ridge Parkway, USA" decoding="async" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/064__Uebernachtungen-unterwegs-1-Kopie-150x150.jpg 150w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/064__Uebernachtungen-unterwegs-1-Kopie-60x60.jpg 60w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Das Wichtigste zuerst: Wir alle haben unsere persönlichen Reisestile – keiner ist besser als andere. Wichtig ist, den eigenen Reisestil zu finden und ihn zu leben. Meiner ist das Alleinreisen (wenn es um Motorradtouren geht, sonst witzigerweise nicht).</p>
<h3><strong>Warum allein? Darum!</strong></h3>
<p>Einige Vorteile haben sich inzwischen herumgesprochen: Ich bin spontan, kann jede „Planung“ innerhalb von Sekunden in ihr Gegenteil kehren. Ich bin nie lange allein – wirklich nicht. Ich bestimme meine (Pinkel-)Pausen selbst, muss aber keine Rücksicht auf die anderer nehmen. Im Zelt herrscht meine (Un-)Ordnung. Da pfuscht mir niemand rein (Hund ausgenommen 😉). Und überhaupt: Nur weil ich allein bin, bin ich nicht einsam – <em>not all who wander are lost</em> (ist <a title="zum Tolkien-Forum" href="https://www.tolkienforum.de/topic/5464-zitatsuche-not-all-those-who-wander-are-lost/" target="_blank" rel="noopener">von Tolkien</a>, nicht von mir).</p>
<h3><strong>Mehr oder weniger?</strong></h3>
<p>Ich glaube nicht, dass ich <em>mehr</em> erlebe, wenn ich allein auf Tour bin – ich glaube, dass ich <em>anders</em> erlebe. Zugegeben, ich will es „intensiver“ nennen, doch kann ich denen, die in Gesellschaft fahren, diese Intensität absprechen? <em>Ich</em> sehe intensiver, fühle intensiver, denke mehr, leide mehr, wenn ich allein unterwegs bin. Begleiter sind auch Puffer. Vielleicht freue ich mich weniger über das, was ich sehe und erlebe, weil ich es nicht teilen kann. Vielleicht auch nicht, bin eh eher eine stille Freuerin.</p>
<h3><strong>„Du bist so mutig!“</strong></h3>
<p>Nope. Zumindest nicht, was das Alleinreisen angeht. Mut gibt es nur mit Angst – wenn ich vor dem Alleinreisen keine Angst habe, brauche ich dazu keinen Mut. Ich müsste all meinen Mut aufbringen, um mit anderen auf Tour zu gehen: weil ich weiß, wieviel Spontaneität ich brauche, wie wenig Geduld ich mit anderen habe und wie wenig Wörter vor dem dritten Kaffee.</p>
<h3><strong>Und wenn dir was passiert??</strong></h3>
<p>Ja, allein zu reisen macht verletzlicher. Niemand will sich verletzen oder verletzt werden – es ist also unbedingt zu vermeiden. Das ist logisch, natürlich, aber nicht die ganze Wahrheit. Meine These: Je verletzlicher Reisende sind, umso mehr Offenheit, Gastfreundlichkeit und Hilfe erfahren sie. Deshalb erleben wir als Motorradfahrer ja so viel mehr als Autoreisende.</p>
<h3><strong>Zonenerweiterung</strong></h3>
<p>Mit jeder meiner Alleinreisen festigt sich die Gewissheit: Was auch immer mich erwartet – ob ich mit einer Beinverletzung unter Schmerzen in Missouri liege, mich in den dichten Wäldern der rumänischen Karpaten verirre oder im Iran wochenlang unter dem Radar der Polizei bewege – ich komme damit klar. Die Dinge mögen nicht immer so ausgehen, wie ich es gern hätte, aber ich habe es durch diese Situationen geschafft.</p>
<p>Ich liebe es, dass diese Gewissheit sich auf jeden Tag meines Lebens überträgt: Was auch immer kommt, ich kann damit umgehen, ich werde daraus lernen, ich werde daran wachsen. Und ich weiß auch: Ich bin eben nicht allein. Ja, ich bin allein gereist, aber wann immer ich allein eben doch nicht weiterkam, kam Hilfe – kamen Menschen. Ich weiß nicht, ob ich diese Gewissheiten ohne meine Solo-Touren hätte. Und vielleicht geht es einfach darum: dass unser Vertrauen seine Komfortzone in gleich zwei Richtungen ausweiten darf – in mich selbst und in die Welt.</p>
<hr />
<h2>Du willst mehr von mir lesen? Gern 🙂</h2>
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		<title>Ich wünschte, es wäre andersherum.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Castor89]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jun 2025 10:34:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/05/FB_IMG_1519405412259-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Zeichnung: Herz mit Verband, Pflaster, Gips und Krücke, lächelnd, mit Spruch &quot;I would do it again&quot;" decoding="async" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/05/FB_IMG_1519405412259-150x150.jpg 150w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/05/FB_IMG_1519405412259-60x60.jpg 60w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Ich will nicht weniger fühlen – nur anders. Optimierungsvorschlag ans Leben: Erst die Pflicht, dann das Glück. Ich wünschte, Schmerz käme vor Glück, Tod vor Leben, Trauer vor Liebe. Ich wünschte, es wäre erst schwer, dann leicht. Ich wünschte, man hätte das Gute vor sich, während man durch das Schwere watet. Ich wünschte, man träte...</p>
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<h2 data-pm-slice="1 1 []"></h2>
<h2 data-pm-slice="1 1 []">Optimierungsvorschlag ans Leben: Erst die Pflicht, dann das Glück.</h2>
<p data-pm-slice="1 1 []">Ich wünschte, Schmerz käme vor Glück, Tod vor Leben, Trauer vor Liebe.</p>
<p>Ich wünschte, es wäre erst schwer, dann leicht.</p>
<p>Ich wünschte, man hätte das Gute vor sich, während man durch das Schwere watet.</p>
<p>Ich wünschte, man träte ins Licht am Ende des Tunnels, bevor man ihn gähnend dunkel vor sich sieht — nicht wissend, ob es das Ende, von dem die anderen immer sprechen, wirklich gibt.</p>
<p>Ich wüsste dann, wofür ich leide — das Beste käme tatsächlich zum Schluss.</p>
<p>Ich will mich gar nicht vor dem Schmerz drücken, ich wünschte nur, ich könnte die Reihenfolge optimieren (ich gebe zu: ich optimiere gern).</p>
<p>Ich will nicht weniger fühlen — nur früher wissen, wofür.</p>
<h2>»Schmerz ist der Preis der Liebe« – ja danke, weiß ich.</h2>
<p>Wir kennen all die unerträglichen Sprüche wie »Keine Liebe ohne Leiden«, »Der Schmerz ist der Preis der Liebe«, »Wer trauert, hat geliebt.«, und sie sind natürlich deshalb so unerträglich, weil sie wahr sind.</p>
<p>Muss Glück endlich sein und muss es ausgerechnet durch einen Schmerz beendet werden, dessen Ende keineswegs sicher ist? Der vielmehr ein Teil von uns bleiben wird? Ich finde, da ist ein Fehler im System.</p>
<p>Keine Sorge, ich weiß um die Lächerlichkeit meiner Gedanken, um ihre Naivität. Dennoch gibt es etwas in mir, das sich trotzig den Trauerschnodder von der Nase wischt und ein wütendes »Aber trotzdem!« in den Boden stampft. Das all die Weisheiten — »Schmerz gehört zum Glück«, »Trauer ist Liebe, die heimatlos geworden ist«, »Willst du eines fühlen, musst du alles fühlen« mit verächtlichem Blick in die Ecke verweist.</p>
<p>Seit einem Jahr versuche ich, mit einem schweren Verlust klarzukommen. Was solche Sätze in mir hervorrufen? Keinen Trost, keine Erleichterung, sondern das sichere Gefühl: »Das mag alles stimmen, doch es gilt für normale Trauer. Meine aber ist so viel größer — kaum jemand ahnt, wie viel Kraft es kostet, mit ihr zu leben.«</p>
<h2>Verlustangst deluxe</h2>
<p>Doch wenn wir weder die Reihenfolge ändern noch das eine ohne das andere haben können und wir zugleich den Schmerz nicht ertragen — welche Möglichkeiten bleiben? Wohl nur eine: auf alles Gute zu verzichten. Nicht zu lieben, um sich die Trauer zu ersparen.</p>
<p>Gerade erzählte mir jemand, dass ihn Verlustangst überkomme, sobald er sich verliebe. Diese Angst sei so überwältigend, dass er überlege, sich nicht mehr zu verlieben.</p>
<p>Intuitiv ist (nur mir?) klar: Diese Lösung ist keine — weil ein solches Leben keines wäre. Ohne Liebe zu leben ist ein hoher Preis für Angstfreiheit. Und ohne Polly, die ich verloren habe, wäre mein Leben nicht mein Leben. So vieles hätte ich ohne sie nicht gelernt, gefühlt, genossen.</p>
<p>Also begleite ich meine heimatlos gewordene Liebe noch ein bisschen durch diese Welt — irgendwo wird sie eine neue Heimat finden. Hoffentlich. Damit würde dann auch endlich mal das Schöne das Schwere beenden.</p><p>The post <a href="https://eva-strehler.com/ich-wuenschte-es-waere-andersherum/">Ich wünschte, es wäre andersherum.</a> first appeared on <a href="https://eva-strehler.com">Eva Strehler</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Mit Büchern gegen alles &#8230; naja, fast alles</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Castor89]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jun 2025 11:34:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[bücher]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
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		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/selbsthilfebuch-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Mann hält Buch &quot;How to be Happy&quot; vors Gesicht" decoding="async" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/selbsthilfebuch-150x150.jpg 150w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/selbsthilfebuch-60x60.jpg 60w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/selbsthilfebuch-100x100.jpg 100w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Gern halte ich mich für eine Pragmatikerin. Für eine Anpackerin — eine, die nicht lange nachdenkt. Doch das stimmt nur zum Teil. Für den anderen Teil gilt: Ich bin eine Büchervorbereiterin, eine, die alles einmal durchlesen und durchdacht haben will, bevor sie anfängt. Wann immer etwas Neues, finden Unmengen Bücher zum Thema in meine Wohnung,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/selbsthilfebuch-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Mann hält Buch &quot;How to be Happy&quot; vors Gesicht" decoding="async" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/selbsthilfebuch-150x150.jpg 150w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/selbsthilfebuch-60x60.jpg 60w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/selbsthilfebuch-100x100.jpg 100w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p data-pm-slice="1 1 []">Gern halte ich mich für eine Pragmatikerin. Für eine Anpackerin — eine, die nicht lange nachdenkt.</p>
<p>Doch das stimmt nur zum Teil. Für den anderen Teil gilt: Ich bin eine Büchervorbereiterin, eine, die alles einmal durchlesen und durchdacht haben will, bevor sie anfängt. Wann immer etwas Neues, finden Unmengen Bücher zum Thema in meine Wohnung, sammeln sich offene Tabs in meinem Browser, füllt sich der Podcast-Speicher mit lehrreichen Episoden.</p>
<p>Dass ich nur einen Bruchteil davon lese oder höre, versteht sich von selbst.</p>
<h2></h2>
<h2>Ein Leben in Ratgebern</h2>
<p>Die folgenden Themen habe ich in den zurückliegenden dreißig Jahren durchlebt (Angaben unvollständig), folgende Bücher zu diesen Zeiten gekauft (sowas von unvollständig):</p>
<ul>
<li style="list-style-type: none;">
<ul>
<li style="list-style-type: none;">
<ul>
<li><a href="https://amzn.to/3Gth0wT" target="_blank" rel="noopener sponsored">»Coach dich selbst, sonst coacht dich keiner«</a></li>
<li><a href="https://amzn.to/40B3XQK" target="_blank" rel="noopener sponsored">»Der gebrauchte Prinz«</a></li>
<li><a href="»Steuererklärung für Selbstständige«" target="_blank" rel="noopener sponsored">»Steuererklärung für Selbstständige«</a></li>
<li><a href="https://amzn.to/44pBNta" target="_blank" rel="noopener sponsored">»Das Monster, die Hoffnung und ich«</a></li>
<li>»<a href="https://amzn.to/4khAQsQ" target="_blank" rel="noopener sponsored">Wenn ein Partner Krebs hat</a>«</li>
<li>»<a href="Merles Tür: Lektionen von einem freidenkenden Hund" target="_blank" rel="noopener sponsored">Merles Tür: Lektionen von einem freidenkenden Hund</a>«</li>
<li>»<a href="https://amzn.to/4esERJE" target="_blank" rel="noopener sponsored">Das Leben ist ein vorübergehender Zustand</a>«</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Während ich versichere, dass zwischen Themen und Büchern Zusammenhang besteht, darf die geneigte Leserschaft raten, welches dieser Bücher noch immer ungelesen im Regal steht.</p>
<h2></h2>
<h2>Können Ratgeber helfen?</h2>
<p>All das mag charmant und lustig sein, aber letztlich stellt sich vor allem eine Frage: Helfen Ratgeber?</p>
<p>Sicher, sie geben Rat. Sicher, für etwas Handfestes wie Gartenarbeit oder die Erstellung einer Webseite können sie sinnvoll sein — wobei Letzteres wohl eher anhand von online-Tipps erarbeitet wird. Zeitlose Themen funktionieren als Buch, Schnelllebiges eher im Netz.</p>
<p>Bei emotionalen Themen helfen sie mir wenig. Letztes Jahr habe ich meine Hündin Polly verloren. Sie lebt (höchstwahrscheinlich) noch, ist aber weggelaufen und für mich wohl nicht mehr erreichbar.</p>
<p>Es war furchtbar. Ich hatte das, ohne Hilfe nicht durch meine Trauer zu kommen. Also mussten Bücher her — Bücher von und über Menschen, die schwere Verluste erlitten hatten — und es überlebten.</p>
<p>Immer wieder frage ich mich, warum ich glaube, dass diese Berichte mir helfen könnten. Will ich abkürzen, will ich schummeln? Will ich sagen können: »Ach, das kenne ich, davon hab ich gelesen — wir können gleich zum nächsten Schritt gehen!« Will ich die Trauer schneller, kürzer, weniger tief fühlen? Kann ich meine Gefühle austricksen, mich an der Trauer vorbeischummeln, die überall geduldig auf mich zu warten scheint? Frei nach dem Motto »Ich lese, also fühle ich (vielleicht weniger)«?</p>
<h2></h2>
<h2>Drei Wege, auf denen Bücher (mir) helfen</h2>
<p>Überraschung: Abkürzen klappt nicht. Ich habe all diese Bücher gelesen und bin dennoch immer wieder von Trauer überwältigt worden.</p>
<p>Und doch war es nicht ganz umsonst — drei Dinge haben geholfen. Zum einen, wenn ich plötzlich die perfekten Worte für das las, was namenlos in mir wühlte. Spätestens seit Rumpelstilzchen ist klar, dass etwas, das wir benennen können, weniger Macht über uns hat.</p>
<p>Zum anderen wurden die Bücher von Menschen geschrieben, die das Schlimmste offenbar hinter sich haben. Das Buch in meiner Hand ist der greifbare Beleg: Es geht weiter.</p>
<p>Also: Helfen solche Bücher? Mir nur bedingt — ich muss trotzdem meinen Weg durchfühlen. Das Erleben, das Trauern wird nicht leichter.</p>
<p>Aber hier ist die dritte Art, in der Bücher (mir) helfen können: Indem sie mir einen Gedanken, einen Satz schenken, an den ich mich erinnere und der mir genau dann guttut. Ein Satz von Stephen King schafft es inzwischen immer wieder. Jedes Mal, wenn die Trauer plötzlich wiederkommt, kommt er mir in den Sinn: »Grief is like a drunken house guest, always coming back for one more goodbye hug.« Und auf einmal ist es ein wenig leichter, manchmal muss ich bei der Vorstellung sogar lächeln.</p>
<p>Mehr geht kaum.</p><p>The post <a href="https://eva-strehler.com/mit-buechern-gegen-alles/">Mit Büchern gegen alles … naja, fast alles</a> first appeared on <a href="https://eva-strehler.com">Eva Strehler</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Warum Bücher (nicht) warten dürfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Castor89]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 May 2025 13:23:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[bücher]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2023/05/Foto-von-mir-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Frau (Eva Strehler) mit Bücherstapel" decoding="async" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2023/05/Foto-von-mir-150x150.jpg 150w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2023/05/Foto-von-mir-60x60.jpg 60w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2023/05/Foto-von-mir-100x100.jpg 100w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Über ein Missverständnis, das richtige Timing und Lebenssätze zwischen Buchdeckeln Kaufen und Lesen: getrennte Welten Es gibt dieses Missverständnis zwischen Lesern und Nichtlesern: dass man Bücher kauft, um sie zu lesen. Daraus entstehen kann &#8211; im besten Falle &#8211; Neugier auf einen Menschen, der ein Buch kauft, obwohl sein »Mein nächstes Buch«-Regal sich bereits unter...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2023/05/Foto-von-mir-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Frau (Eva Strehler) mit Bücherstapel" decoding="async" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2023/05/Foto-von-mir-150x150.jpg 150w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2023/05/Foto-von-mir-60x60.jpg 60w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2023/05/Foto-von-mir-100x100.jpg 100w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><h2>Über ein Missverständnis, das richtige Timing und Lebenssätze zwischen Buchdeckeln</h2>
<p><strong>Kaufen und Lesen: getrennte Welten</strong></p>
<p>Es gibt dieses Missverständnis zwischen Lesern und Nichtlesern: dass man Bücher kauft, um sie zu lesen. Daraus entstehen kann &#8211; im besten Falle &#8211; Neugier auf einen Menschen, der ein Buch kauft, obwohl sein »Mein nächstes Buch«-Regal sich bereits unter der Last der wartenden Bücher krümmt. Irritation und Unverständnis – damit lässt sich irgendwie umgehen. Unwille, Unmut – wenn man Konto und/oder Regale teilt.</p>
<p><strong>Natürlich kauft man ein Buch</strong>, um es zu lesen. Nur eben nicht sofort. Vielleicht auch nicht bald. Manchmal nicht in den kommenden Jahren.</p>
<p>Die Erklärung ist einfach: Das Kaufen und das Lesen von Büchern sind zwei völlig verschiedene Dinge. Manchmal besteht ein enger zeitlicher Zusammenhang zwischen beiden – oft nicht.</p>
<p>Es ist wichtig, viele Bücher zu haben (nicht irgendwelche!), denn – und hier kommt die zweite Erklärung zur Auflösung des Missverständnisses – jedes Buch hat seine Zeit. Jawohl. Notwendige Konsequenz daraus: Das Buch muss da sein, wenn seine Zeit gekommen ist.</p>
<p><strong>Im Englischen gibt es den</strong> wunderbaren Satz: »It’s not hoarding when it’s books.«, der sich nur unzulänglich ins Deutsche übersetzen lässt: »Es ist kein Horten, kein Ansammeln, wenn es sich um Bücher handelt.« Es ist reine Logik, pure Notwendigkeit. Weshalb man auch kaum zu viele Bücher haben kann.</p>
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<p>Ernster und berührender Kontrapunkt: Lizzie Doron, eine israelische Autorin, hat ihre Bibliothek im Schutzraum des Hauses eingerichtet. Dort ist sie – die Bibliothek – bei Angriffen sicher. Und bei Luftalarm flüchtet Doron dorthin: mit Leib, Seele und Geist.</p>
<h2><strong>Was darf bleiben?</strong></h2>
<p>Von den ungelesenen Büchern zu den gelesenen: Welche behältst du? Und warum? Ich versuche, nur Bücher zu behalten, die mir etwas bedeuten (neben denen, die noch auf ihre Zeit warten). Die, deren Geschichte mich berührt hat, die von einer besonderen Figur erzählen, oder die – und das ist der häufigste Fall – Zitate bergen, die ich nicht verlieren möchte.</p>
<p>Ein solches Zitat wird mit Bleistift markiert, die Seite mit einem Papierschnipsel wieder auffindbar. Ich liebe es, wenn mein Blick über die Buchrücken wandert (wahrscheinlich auf der Suche nach dem Buch, dessen Zeit gekommen ist), und an einem dieser sichtbaren Schnipsel hängenbleibt: »Oh, welches Buch ist das? Und welcher Gedanke war darin?« Mal fällt es mir gleich ein, mal ziehe ich das Buch zwischen seinen Nachbarn heraus, öffne es auf der beschnipselten Seite, suche die markierte Stelle – und freue mich, als würde ich in einer Menge einen vertrauten Menschen entdecken.</p>
<p><strong>Am liebsten und immer wieder</strong> bleibt mein Blick an Friedrich Ani hängen. Es ist eines der wenigen Bücher, die nur einen Schnipsel in sich tragen, doch der ist umso wichtiger für mich. Ich muss das Buch nicht einmal aufschlagen, der Satz ist sofort da. Und ich weiß, ich hätte diesen Text runder abschließen können, ich weiß, der Satz hat nichts mit Büchern zu tun – aber er kommt aus einem Buch, das seine Zeit vor vielen Jahren hatte. Und das immer seinen Platz in meinem Regal haben wird, weil es diesen Satz, diesen Schatz, in sich trägt: &#8222;Nimm dein Leben nicht zu persönlich.&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
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		<title>Echte Gefühle in unechter Kunst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Castor89]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 May 2025 15:40:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-150x150.png" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Landschafts-Gemälde von Alison Bolton, New Forest" decoding="async" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-150x150.png 150w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-300x300.png 300w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-60x60.png 60w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-200x200.png 200w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-500x501.png 500w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-100x100.png 100w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie.png 618w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Warum ein Bild am Bildschirm nie so wirkt wie ein echtes – und was meine Schwiegermutter damit zu tun hat Ich habe meine Schwiegermutter gestalkt – über Tage hinweg, lange bevor ich ihr persönlich begegnet bin. Online, natürlich. Man mag sich fragen, was ungewöhnlicher ist: dass ein halbwegs normaler Mensch die Onlinewelt einer 82-jähriger Engländerin...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-150x150.png" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Landschafts-Gemälde von Alison Bolton, New Forest" decoding="async" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-150x150.png 150w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-300x300.png 300w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-60x60.png 60w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-200x200.png 200w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-500x501.png 500w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie-100x100.png 100w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2022/04/Bild3-Kopie-Kopie.png 618w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><h3>Warum ein Bild am Bildschirm nie so wirkt wie ein echtes – und was meine Schwiegermutter damit zu tun hat</h3>
<p>Ich habe meine Schwiegermutter gestalkt – über Tage hinweg, lange bevor ich ihr persönlich begegnet bin. Online, natürlich.</p>
<p>Man mag sich fragen, was ungewöhnlicher ist: dass ein halbwegs normaler Mensch die Onlinewelt einer 82-jähriger Engländerin durchwühlt – oder dass diese in einer Weise online präsent ist, dass es sich lohnt.</p>
<p>Und es lohnt sich, denn sie ist Malerin. Viele ihrer Werke sind online zu sehen. In eines – das Titelbild dieses Artikels habe ich mich sofort verliebt. Ich habe es heruntergeladen, als Bildschirmhintergrund eingerichtet und über Monate immer wieder angeschaut.</p>
<p>Ich dachte, ich würde es kennen, hätte seine Ausstrahlung längst erfasst. Ich lag falsch.</p>
<p>Inzwischen ist das Original mein. (Ich merke, wie sehr ich mich sperre bei »mein«, bei »Besitz« und »gehören« – doch das ist ein anderes Thema.) Es hängt im Schlafzimmer über dem Fußende des Betts, mit ihm beginnt und endet der Tag.</p>
<p>Und als sei das Gemälde erst jetzt wirklich geworden, hält es meinen Blick fester, länger, zieht ihn tiefer hinein. Warum erlebe ich das so? Ist das allgemeingültig? Und wenn ja, warum?</p>
<h2>Original vs. Reproduktion – was ist dran?</h2>
<p>Verheißungsvoll sind Titel und Teaser eines <em>National Geographic</em> Artikels von 2024: »Kunstdruck vs. Original: Warum unser Gehirn auf echte Gemälde mehr reagiert«<a id="footnote-anchor-1-163330788" href="https://evastrehler.substack.com/p/echte-gefuhle#footnote-1-163330788" target="_self" rel="nofollow ugc noopener" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM">1</a>: Echte Kunstwerke anzuschauen, stimuliert das Gehirn bis zu zehnmal stärker als das Betrachten von Prints mit demselben Motiv.</p>
<p>Enttäuschend ist zum einen, dass die Studie meiner Meinung nach Schwächen hat. Zum anderen, dass Wissenschaftler den Grund der tieferen Erfahrung weniger im Kunstwerk sehen als im Setting: Licht, Rahmen und Umgebungsfaktoren stärken den Eindruck, den es hinterlässt. Gut so – schließlich werden Museen dafür bezahlt, Kunst bestmöglich darzustellen.</p>
<p>Es würde sich also durchaus lohnen, für van Goghs <em>Sternennacht</em> ins MoMA zu gehen (wenn man zufällig in New York ist), auch wenn zu Studentenzeiten in der WG hing.</p>
<p>Ich will, dass da mehr ist! Will, dass es einen belegbaren Unterschied macht, ob ein Bild physisch vor mir hängt oder als Druck – egal, ob im Museum oder zuhause. Ich will, dass digitale Kunst weniger Eindruck auf mich macht als ein Botticelli. Werde ich alt?</p>
<h2>Botticelli und ich</h2>
<p>Überhaupt: Botticelli. Bei einer Ausstellung habe ich zum ersten Mal einen Tipp ausprobiert: 1. die Ausstellung betreten, 2. zügig durchgehen und alle Werke scannen und 3. den Rest der Zeit vor den zwei oder drei Stücken verbringen, die mich ansprechen.</p>
<p>Diese Taktik hatte zur Folge, dass ich in zwei Gemälden versunken und für dieses<a id="footnote-anchor-2-163330788" href="https://evastrehler.substack.com/p/echte-gefuhle#footnote-2-163330788" target="_self" rel="nofollow ugc noopener" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM">2</a> noch einmal die vier Stunden hingefahren bin – um dann zwei Stunden nur davor zu verbringen.</p>
<figure><picture><source srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ndDS!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F71195816-29fb-43c1-9ee2-4a36a145c366_1200x1694.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ndDS!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F71195816-29fb-43c1-9ee2-4a36a145c366_1200x1694.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ndDS!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F71195816-29fb-43c1-9ee2-4a36a145c366_1200x1694.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ndDS!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F71195816-29fb-43c1-9ee2-4a36a145c366_1200x1694.jpeg 1456w" type="image/webp" sizes="100vw" /><img loading="lazy" decoding="async" title="Botticelli: Minerva und der Centaur. Frau in Rüstung hält Centauren an den Haaren, beide schauen traurig." src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ndDS!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F71195816-29fb-43c1-9ee2-4a36a145c366_1200x1694.jpeg" sizes="100vw" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ndDS!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F71195816-29fb-43c1-9ee2-4a36a145c366_1200x1694.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ndDS!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F71195816-29fb-43c1-9ee2-4a36a145c366_1200x1694.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ndDS!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F71195816-29fb-43c1-9ee2-4a36a145c366_1200x1694.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ndDS!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F71195816-29fb-43c1-9ee2-4a36a145c366_1200x1694.jpeg 1456w" alt="Botticelli: Minerva und der Centaur. Frau in Rüstung hält Centauren an den Haaren, beide schauen traurig." width="1200" height="1694" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/71195816-29fb-43c1-9ee2-4a36a145c366_1200x1694.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:1694,&quot;width&quot;:1200,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:714906,&quot;alt&quot;:&quot;Botticelli: Minerva und der Centaur. Frau in Rüstung hält Centauren an den Haaren, beide schauen traurig.&quot;,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://evastrehler.substack.com/i/163330788?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F71195816-29fb-43c1-9ee2-4a36a145c366_1200x1694.jpeg&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" /></picture></figure>
<figure><figcaption><em><a href="https://www.italian-renaissance-art.com/Athene-and-the-Centaur.html" target="_blank" rel="noopener">Botticelli: Minerva und der Kentaur</a> (ca. 1482)</em></figcaption></figure>
<p>Wie beim Betrachten eines Sternenhimmels habe ich mehr und mehr Details entdeckt, mir mehr und mehr Fragen gestellt, die Traurigkeit der beiden gespürt und den warmen Duft des sechshundert Jahre alten, wurmlöchrigen Holz gerochen, auf dem die Farbe lag. Nie werde ich das vergessen.</p>
<h3>(K)Ein Fazit</h3>
<p>Eigentlich bin ich mit meiner Frage nicht weitergekommen. Sicher, ein Druck oder Bildschirmhintergrund riecht nicht so gut wie ein Originalgemälde. Dafür kann ich beides ungestört, mit einem Kaffee in der Hand und jederzeit anschauen.</p>
<p>Muss ich esoterisch werden? Damit, dass Originale durch ihre Geschichte aufgeladen sind – durch Pinselstriche, Alter, Berührung? Dass sie eine Aura haben, die man nicht scannen kann?</p>
<p>Ich werde das weiter beobachten. Ganz oben auf der Liste meiner geplanten Reality-Checks: Rembrandts <em>Nachtwache</em>. Weil ich »kenne«, nicht besonders spannend finde und jeder, der es in Amsterdam gesehen hat, hingerissen scheint.</p>
<p>Also, wir sehen uns im Museum! Aber bitte nicht stören 🙂</p>
<p>Eva</p>
<p>PS.: Was wäre dein Original- vs. Repro-Check?</p><p>The post <a href="https://eva-strehler.com/wonderful-blog-post-with-featured-image/">Echte Gefühle in unechter Kunst</a> first appeared on <a href="https://eva-strehler.com">Eva Strehler</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ohne Wort ‒ das plötzliche Gefühl von Heimat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Castor89]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2025 17:27:31 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühl]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Verwitterte Schaukel in Garten" decoding="async" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-150x150.jpg 150w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-300x300.jpg 300w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-1024x1024.jpg 1024w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-768x768.jpg 768w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-60x60.jpg 60w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-200x200.jpg 200w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-500x500.jpg 500w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-100x100.jpg 100w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie.jpg 1512w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Wie kommt es, dass es kein Wort für ein Gefühl gibt, das jeder kennt? Für das Gefühl, an einen Ort zu kommen und zu wissen: Hier bin ich richtig. Hier will ich sein. Hier kommt meine Seele zur Ruhe. Am Meer haben viele eine Ahnung davon. Forscher vermuten: weil wir aus dem Meer kommen. In...</p>
<p>The post <a href="https://eva-strehler.com/ohne-wort-%e2%80%92-ueber-das-ploetzliche-gefuehl-von-heimat/">Ohne Wort ‒ das plötzliche Gefühl von Heimat</a> first appeared on <a href="https://eva-strehler.com">Eva Strehler</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="Verwitterte Schaukel in Garten" decoding="async" srcset="https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-150x150.jpg 150w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-300x300.jpg 300w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-1024x1024.jpg 1024w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-768x768.jpg 768w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-60x60.jpg 60w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-200x200.jpg 200w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-500x500.jpg 500w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie-100x100.jpg 100w, https://eva-strehler.com/wp-content/uploads/2025/07/20250426_123634-Kopie.jpg 1512w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p><strong>Wie kommt es, dass es</strong> kein Wort für ein Gefühl gibt, das jeder kennt? Für das Gefühl, an einen Ort zu kommen und zu wissen: Hier bin ich richtig. Hier will ich sein. Hier kommt meine Seele zur Ruhe.</p>
<p>Am Meer haben viele eine Ahnung davon. Forscher vermuten: weil wir aus dem Meer kommen. In der Toskana spüren es andere. Forscher meinen: weil sie uns an die Savannen Afrikas erinnert, durch die unsere Ahnen streiften.</p>
<p>Aber ich meine es kleiner, konkreter ‒ keine Landschaft, sondern einen Ort, ein Haus. Das Ankommen mündet in ein Staunen, dem ein Ausatmen folgt. Dann, beim Einatmen spürt man es: das Heimatgefühl an einem Ort, an dem man noch nie war. Vertrautheit, wo keine sein kann ‒ Entdecken und Erkennen zugleich.</p>
<p><strong>Einen Namen dafür habe ich</strong> bisher in keiner Sprache gefunden. Am nächsten kommt ihm wohl das walisische Wort <em>hiraeth</em>. Es beschreibt das Gefühl, an einen Ort zu gehören, obwohl man ihn gerade erst kennenlernt. Und es hat eine schöne Zusatzbedeutung: die Ahnung, dass dieser Ort einen Teil von einem selbst kennt.</p>
<p>Im Altgriechischen (und hier wage ich mich auf dünnes Eis, denn unter denen, die diesen Text lesen werden, ist eine Altgriechisch-Lehrerin) gibt es das Wort <em>nostos</em>. Neben einer tiefen, fast mystischen Sehnsucht kann es auch verstanden werden als ein Heimkehren, selbst wenn man physisch nie zuvor an diesem Ort war.</p>
<p><strong>Ich habe die vergangenen Tage</strong> an einem solchen Ort verbracht: ein Haus im Süden Englands, erbaut 1786 in einem Dörfchen an einem kleinen Flusslauf. Die Steinplatten in der Küche sind so alt wie das Haus, es hat einen Kamin, alte Möbel, die Haustür bleibt unverschlossen. Und natürlich hat es einen Garten, der gerade in voller Blüte steht.</p>
<p>Immer wieder musste ich innehalten, schauen und staunen. Woher kommt dieses stimmige Gefühl, was löst es aus? Dass in dem Haus seit über 50 Jahren eine der liebenswertesten Frauen wohnt, die ich je kennengelernt habe und die zudem noch meine Schwiegermutter ist, trägt mit Sicherheit zu diesem Empfinden bei, erklärt es aber nicht annähernd.</p>
<p><strong>Was ist es, das unsere</strong> Seele so anspricht? Die Umweltpsychologie nennt es »Ortsbindung« (<em>place attachment</em>), wenn Menschen eine emotionale Bindung zu bestimmten Orten entwickeln. Das klingt zwar zumindest im Englischen ein bisschen schön, vernachlässigt aber den Umstand, dass ein solches Gefühl von Anfang an da sein kann. Immerhin liefert sie einen Erklärungsansatz: der Ort ‒ sein Licht, seine Gerüche, Geräusche etc. ‒ könnte genau die Bedürfnisse ansprechen, die der oder die ihm Verfallene in sich trägt.</p>
<p>Was ich mich frage: Könnte man eine solche Spontanzuneigung auch zu hässlichen Orten empfinden? Oder zu Großstädten?</p>
<p><strong>Ein gutes Wort dafür fehlt</strong>. ChatGPT (wir sollen ja offen sein für neue Technologien) schlägt vor, dass einem der »Seelenort« »fremdvertraut« ist, dass man »ortsverliebt« ist. Nun ja.</p>
<p>Vielleicht ist all das auch egal. Hauptsache, wir alle finden einen solchen Ort ‒ und können dort so viel Zeit verbringen, wie wir möchten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier geht&#8217;s <a title="Call it by its name" href="https://eva-strehler.com/call-it-by-its-name-about-a-feeling/" target="_blank" rel="noopener">zur englischen Version</a>.</p><p>The post <a href="https://eva-strehler.com/ohne-wort-%e2%80%92-ueber-das-ploetzliche-gefuehl-von-heimat/">Ohne Wort ‒ das plötzliche Gefühl von Heimat</a> first appeared on <a href="https://eva-strehler.com">Eva Strehler</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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